
„Wir mühen uns ab und üben unseren Verstand in Vernunft und Wissenschaft. Dabei vergessen wir, dass wir darin nur eine Kopie (Gottes) sehen, während wir es versäumen, auf das unvergleichliche Original zu blicken. Denn in den Tiefen unserer Seele offenbart sich Gott.“ (zit. Bruder Lorenz. In: Gabriele Ebert: Biografie. Bruder Lorenz - Die Übung, in Gottes Gegenwart zu sein, Verlag BoD, 2. Auflage 2026)
Viele horchten im Dezember 2025 auf, als Papst Leo XIV wissen ließ, dass seine Spiritualität wesentlich von einem Laienbruder aus einem Pariser Karmelitenkloster im 17. Jahrhundert geprägt worden ist. Sein Name: „Bruder Lorenz von der Auferstehung“. Sein Beruf: Koch und Schuster!
Weihbischof Johannes Freitag der Katholischen Kirche Steiermark erläutert in seinem Vortrag, wer Bruder Lorenz tatsächlich gewesen ist und welche Bedeutung er im Leben und Wirken des neuen Papstes hat. Insbesondere wird er drauf eingehen, inwiefern ihm seine Lehren in herausfordernden Situationen halfen, auf Gott zu vertrauen. Denn wesentlich ist: Papst Leo XIV sieht in der Spiritualität des „Küchenbruders“ einen Weg, der für jeden zugänglich ist und die christliche Ethik in der ständigen Erinnerung an Gottes Gegenwart bündelt.
Erfahren Sie mehr über die anspruchsvolle Maxime des Bruder Lorenz, sich Gottes Gegenwart, im eigenen Innern, ständig bewusst zu sein und in diesem Bewusstsein zu leben – und wenn die Zeit kommt, auch zu sterben. Mithilfe kleiner praktischer Übungen und bei einem Podiumsgespräch wird diese Maxime für Sie erlebbar.
Tauchen Sie zudem ein in ausgewählte Auszüge desjenigen Buches, das Papst Leo den römischen Kurienmitarbeitern zu Weihnachten 2025 schenkte und zur Lektüre empfiehlt: „La practica della presenza di Dio” (Die Praxis der Gegenwart Gottes) von Bruder Lorenz von der Auferstehung“, hrsg. von M. R. Del Genio, Verlag Libreria Editrice Vaticana. (Anmerkung: Derzeit nur in italienischer Sprache verfügbar; in Ö noch nicht bestellbar)
Nach der Veranstaltung besteht zudem die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch bei einem Glas Wein.

Referent: Weihbischof Johannes Freitag, MBA